EU-Aufbauplan: Österreich reicht 5. und letzten Zahlungsantrag bei der Europäischen Kommission ein

Antrag auf Auszahlung von Zuschüssen in Höhe von 306 Millionen Euro – Vorbehaltlich der Genehmigung durch die Europäische Kommission wird Österreich bis Jahresende 2026 die EU-Aufbauplan-Mittel in voller Höhe "abholen" – Investitionen und Reformen in den Bereichen Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Bildung, Gesundheit, Soziales, Infrastruktur, Innovation sowie Kunst und Kultur

Sujet: 5. und letzter Zahlungsantrag eingereicht: Insgesamt 4 Milliarden Euro an EU-Aufbauplan-Geldern für Österreich

Die Republik Österreich, vertreten durch das Bundesministerium für Finanzen (BMF), reichte am 29. Juli 2026 den 5. Antrag auf Auszahlung von EU-Aufbauplan-Zuschüssen in Höhe von 306 Millionen Euro bei der Europäischen Kommission ein. Vorbehaltlich der positiven Bewertung des 5. Zahlungsantrags durch die Europäische Kommission wird Österreich insgesamt alle bis Ende August 2026 umzusetzenden 166 "Meilensteine" erreicht haben und die EU-Aufbauplan-Mittel in voller Höhe – insgesamt 4 Milliarden Euro – "abholen".

5. Zahlungsantrag: 306 Millionen Euro für Projekte in den Bereichen Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Kunst und Kultur

Der 5. Antrag Österreich auf Auszahlung von Zuschüssen in Höhe von 306 Millionen Euro an die Europäische Kommission umfasst 18 zu erreichende Etappenziele und Zielwerte ("Meilensteine"), die nachweislich erfolgreich zu erfüllen sind. Zu den Investitionen und Reformen, die vom 5. Zahlungsantrag umfasst sind, zählen unter anderem:

  • Projekte für einen Breitbandzugang für mindestens 80.000 Haushalte;
  • Förderung von 20 Biodiversitätsprojekten;
  • Sanierung des Volkskundemuseums Wien;
  • Förderung von "Important Projects of Common European Interest" (IPCEI) in den Bereichen Wasserstoff und Mikroelektronik;
  • Förderung von "Quantum Austria"-Projekten und deren Integration in den regulären Hochschulbetrieb;
  • Förderung von 521 emissionsfreien Bussen;
  • Investitionen in Leergutrücknahmesysteme und Maßnahmen zur Steigerung der Mehrwegquote für Getränkegebinde sowie die Errichtung und Nachrüstung von Sortieranlagen;
  • Abschlussarbeiten an der Koralmbahn;
  • Förderung des "Eric Kandel Institute - Center for Precision Medicine" am MedUni Campus AKH in Wien;
  • Entwicklung des elektronischen Eltern-Kind-Passes.
Sujet: EU-Aufbauplan: 5. Zahlungsantrag in Höhe von 306 Millionen Euro eingereicht!

Mitglieder der Bundesregierung: Bürgerinnen und Bürger profitieren von EU-Aufbauplan-Mitteln

"Österreich liegt im absoluten Spitzenfeld, wenn es darum geht, die Mittel aus dem EU-Aufbauplan fristgerecht abzurufen. Bis Ende 2026 werden insgesamt rund vier Milliarden Euro nach Österreich fließen. Mit diesen Mitteln stärken wir unter anderem die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum, bauen den Breitbandzugang aus und investieren in Forschung und Entwicklung bei Zukunftstechnologien wie Wasserstoff. Zugleich ermöglichen wir wichtige Infrastrukturprojekte – vom Koralmtunnel bis hin zu emissionsfreien Bussen. So wird Europa für die Bürgerinnen und Bürger ganz konkret sichtbar und spürbar: durch bessere Versorgung, moderne Infrastruktur, neue Technologien und nachhaltige Investitionen in die Zukunft unseres Landes."
Europaministerin Claudia Bauer
"Wenn das Geld dann ausbezahlt wird, wird Österreich eines der ersten Länder sein, das 100 Prozent der Mittel aus der Aufbau- und Resilienzfazilität lukriert. Für Österreich sind das insgesamt rund 4 Milliarden Euro, die damit, nach Umsetzung überprüfbarer und erreichter Meilensteine, ausbezahlt worden sind. Insbesondere sind damit ganz konkrete Projekte im Klimabereich unterstützt worden, die direkt bei der Bevölkerung in den Gemeinden ankommen, etwa Elektrobusse oder Maßnahmen zur Biodiversität und solche gegen Energiearmut."
Finanzminister Markus Marterbauer
"Europäische Fördermittel eröffnen uns Chancen, die wir konsequent für Investitionen in die Zukunft Österreichs nutzen. Mit der Einreichung des fünften und letzten Zahlungsantrags setzen wir einen erfolgreichen Schlusspunkt bei der Umsetzung des österreichischen EU-Aufbauplans. Vorbehaltlich der Genehmigung durch die Europäische Kommission wird Österreich als einer der ersten Mitgliedstaaten die verfügbaren Mittel vollständig abrufen können. Die rund vier Milliarden Euro fließen gezielt in Zukunftsinvestitionen – von Digitalisierung, Bildung und Innovation bis hin zu nachhaltiger Infrastruktur, wie insbesondere das Jahrhundertprojekt Koralmbahn. Das zeigt: Österreich setzt Reformen verlässlich um und investiert europäische Mittel dort, wo sie der Bevölkerung und unserem Wirtschaftsstandort langfristig zugutekommen."
Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl

Österreich erfolgreich bei der fristgerechten Umsetzung des EU-Aufbauplans

Österreich liegt aktuell bei einem Auszahlungsgrad von rund 92 Prozent und wird – vorbehaltlich der Genehmigung des 5. Zahlungsantrags durch die Kommission – in den nächsten Monaten als einer der ersten EU-Mitgliedstaaten 100 Prozent der EU-Aufbauplan-Mittel abrufen. Es handelt sich um den letzten Zahlungsantrag im Rahmen des EU-Aufbauplans in Österreich: Denn bis 31. August 2026 müssen gemäß der Verordnung über die Aufbau- und Resilienzfazilität (ARF) und den angenommenen Durchführungsbeschlüssen des Rates der EU alle Etappenziele und Zielvorgaben für die Durchführung von Reformen und Investitionen abgeschlossen sein. Die erfolgreiche Umsetzung in Österreich ist das Ergebnis der ausgezeichneten Zusammenarbeit aller an der Umsetzung beteiligten Stellen sowie einer engen und vertrauensvollen Kooperation mit der Europäischen Kommission.

Bis Ende 2026 fließen insgesamt 4 Milliarden Euro nach Österreich

Insgesamt fließen bis Ende 2026 rund 4 Milliarden Euro an Zuschüssen nach Österreich – vorausgesetzt, Österreich schafft alle bis dahin zu erfüllenden 166 "Meilensteine". 3,7 Milliarden Euro wurden von der EU-Kommission bereits genehmigt und ausbezahlt (Stand: 28. Juli 2026).

Der EU-Aufbauplan in Österreich setzt insgesamt 4 zukunftsorientierte Schwerpunkte: "Nachhaltiger Aufbau", "Digitaler Aufbau", "Wissensbasierter Aufbau" und "Gerechter Aufbau". In diesen 4 Bereichen sowie im Rahmen von "REPowerEU" zur Förderung der Energieunabhängigkeit werden österreichweit Projekte – sowohl Investitionen als auch Reformen – umgesetzt. Die EU-Aufbauplan-Mittel fließen in Österreich unter anderem in Vorhaben in den Bereichen Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Gesundheit, Infrastruktur, Innovation, Bildung, Soziales, Kunst und Kultur.

Der EU-Aufbauplan wurde 2020 mit dem Ziel ins Leben gerufen, nach der Covid-Pandemie bestmöglich zur Stärkung von Wirtschaft, Innovation und Resilienz in den EU-Mitgliedstaaten beizutragen.

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