Maßnahmen in EU-Mitgliedstaaten

Die Covid-19-Pandemie hat alle Länder der Europäischen Union hart getroffen. Dennoch waren manche Mitgliedstaaten mit größeren Zahlen an Patientinnen und Patienten, die an der Lungenkrankheit litten, konfrontiert als andere. Da die gesundheitspolitischen Kompetenzen zudem vordergründig auf nationalstaatlicher Ebene geregelt sind (mehr dazu unter "EU-Kompetenzen im Gesundheitsbereich"), haben die Mitgliedstaaten teilweise unterschiedliche Maßnahmen im Kampf gegen die Krise und ihre Folgen ergriffen.

Die EU-Institutionen und die 27 Mitgliedstaaten haben mit Leitlinien und gemeinsamen Initiativen eine verstärkte Koordinierung der Maßnahmen zur Bewältigung der Coronavirus-Pandemie erreicht. So wurde mit dem "digitalen grünen Zertifikat" die Mobilität innerhalb der EU erleichtert und ein wesentlicher Beitrag zu koordinierten Lockerungen der Coronavirus-Maßnahmen geleistet. Das Zertifikat weist – in Papierform oder digital – eine Impfung gegen Covid-19, einen negativen Coronavirus-Test oder eine zurückliegende Covid-19-Erkrankung nach. Es ist am 1. Juli 2021 befristet auf 12 Monate in Kraft getreten. Auch bei der Beschaffung der Impfstoffe gegen Covid-19 wählten die EU-Kommission und die EU-Mitgliedstaaten eine koordinierte Vorgehensweise.

Auf der Website des "Joint Research Centre" (JRC) der Europäischen Kommission finden Sie regelmäßig aktualisierte Informationen zu den nationalen Eindämmungsmaßnahmen in den EU-Mitgliedstaaten. Da alle Maßnahmen jedoch sehr stark von der epidemiologischen Entwicklung des Virus abhängig sind und diese sehr schnell gesetzt werden, kann hier kein Anspruch auf Vollständigkeit gegeben werden können, empfiehlt es sich, die Website laufend zu konsultieren.

Eine laufend aktualisierte Übersicht der epidemiologischen Situation in den 27 EU-Mitgliedstaaten sowie der weltweiten Lage bietet das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) auf Englisch.

Das ECDC veröffentlicht zudem seit Oktober 2020 wöchentlich eine Karte, in der die Regionen in 31 Staaten Europas (EU-27, Vereinigtes Königreich, Norwegen, Island, Liechtenstein) gemäß der Schwere der Covid-19-Situation mit Ampelfarben gekennzeichnet werden. Diese Karte basiert auf der 14-Tage-Inzidenz (Zahl der neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern in den vergangenen 14 Tagen), der Quote der positiven Tests (Test-Positiv-Rate) sowie der Zahl der pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern durchgeführten Tests. Die "Ampel-Karte" ist in englischer Sprache auf der Website "European Centre for Disease Prevention and Control" abrufbar.

Bitte erkundigen Sie sich über die aktuellsten Informationen und gesetzlichen Regelungen unbedingt auf den Websites der jeweiligen nationalen Behörden. Informationen und Einschätzungen zu dem Sicherheitsrisiko für Reisen ins Ausland finden Sie auch auf der Website des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten.

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