Fragen und Antworten: Auswirkungen auf Familien

Die derzeitige Coronavirus-Situation hat auch weitreichende Auswirkungen auf Familien. Hierzu hat das Bundeskanzleramt, Sektion Familie und Jugend, Antworten auf häufig gestellte Fragen ausgearbeitet.

Corona-Familienhärtefonds

Alle Informationen zum Corona-Familienhärtefonds sowie das Antragsformular finden Sie unter: Corona-Familienhärtefonds.

Kinderbetreuungsgeld

Die Krankenkassen wurden angewiesen, keine Kürzungen beim Kinderbetreuungsgeld vorzunehmen, wenn die Durchführung der Mutter-Kind-Pass Untersuchungen für die Eltern aufgrund der Corona- Situation nicht möglich beziehungsweise zumutbar war. Dies stellt einen nicht von den Eltern zu vertretenden Grund dar, weshalb der Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld in voller Höhe besteht.

Dieser besondere Zeitraum endete mit Mai 2021.

Sofern die Frist für die Durchführung der jeweiligen Untersuchung nach Ende Mai 2021 noch offen ist, ist die Untersuchung umgehend durchzuführen.

Nein. Hat die Untersuchung angesichts der aktuell bedingten Umstände dennoch stattgefunden oder wurde diese bereits vor der neuerlichen Ausnahmesituation durchgeführt, sind die Nachweise der jeweiligen Gesundheitskasse fristgerecht vorzulegen. Die Nachweise können zum Beispiel auch per Post oder als Foto per E-Mail rechtzeitig erbracht werden, eine persönliche Abgabe der Nachweise ist nicht erforderlich. Verspätete Vorlagen der Nachweise der Untersuchungen sind nicht zulässig und führen zur Kürzung des Kinderbetreuungsgeldes.

Ein Anspruch auf einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld (KBG) kann grundsätzlich auch mittels Kurzarbeit (kranken- und pensionsversicherungspflichtige Erwerbstätigkeit mit Entgeltfortzahlung) erworben werden.

Die Berechnung des einkommensabhängigen KBG erfolgt zunächst anhand des gebührenden Wochengeldes, wobei das Wochengeld selbst aus den Einkünften vor der Kurzarbeit berechnet wird. Danach erfolgt eine Vergleichsrechnung mit den Einkünften aus dem Steuerbescheid aus dem Kalenderjahr vor der Geburt. Der errechnete höhere Tagesbetrag wird als Grundlage für das einkommensabhängige KBG herangezogen.

Hinweis: Bei Eltern, deren Kinder im Jahr 2021 geboren werden und die COVID-19-bedingt im Jahr 2020 geringere Einkünfte erzielten, werden die Einkünfte aus dem Steuerbescheid des Jahres 2019 herangezogen.

Familienbeihilfe

Im Rahmen der Zuverdienstmöglichkeit bei Gewährung der Familienbeihilfe wurde die Einkommensgrenze – unter anderem für Studierende – ab dem Kalenderjahr 2020 von 10.000 Euro auf 15.000 Euro erhöht. Maßgeblich ist das Einkommen ab dem Jahr, in dem das 20. Lebensjahr vollendet wird.

Wenn im Zeitraum von März 2020 bis einschließlich Februar 2021 zumindest in einem Monat ein Anspruch auf die Familienbeihilfe bestanden hat, besteht der Anspruch auf Familienbeihilfe auch im anschließenden Zeitraum – unabhängig von der Erfüllung der Anspruchsvoraussetzungen – bis einschließlich März 2021 weiter.

Jene Familien, die trotz Wegfall des Anspruchs weiter Familienbeihilfe erhalten haben, müssen diese nicht zurückzahlen. Jene Familien, die dem Finanzamt Änderungen bekanntgegeben haben und bei denen die Familienbeihilfe gestoppt wurde, bekommen die Familienbeihilfe nachträglich ausgezahlt.

Allfällige Nachzahlungen werden durch das Finanzamt Österreich veranlasst. Es ist kein Antrag erforderlich.

Beratung

Ja, Familienberatungsstellen können ihre Face-to-Face-Beratungen unter Einhaltung der erforderlichen Schutzmaßnahmen durchführen. Auch telefonische Beratungen oder Beratungen über Internet sind weiterhin möglich.

Nähere Informationen zur Erreichbarkeit der einzelnen Familienberatungsstellen erhalten Sie unter www.familienberatung.gv.at

Die Beratungsstelle "Gegen Hass im Netz" bietet telefonische Beratung, Online-Beratung via Chat und Mail sowie persönliche Beratung (nach Terminvereinbarung).

Die Beratungsstelle Extremismus bietet telefonische Beratung, Online-Beratung und persönliche Beratung (nach Terminvereinbarung). Die Workshops können auch online besucht werden.

Die Bundesstelle für Sektenfragen bietet telefonische Beratung, Online-Beratung und persönliche Beratung (nach Terminvereinbarung).

Allgemeine Informationen für Familien

Unterhaltsvorschüsse können bei Vorliegen eines Unterhaltstitels (insbesondere Gerichtsbeschluss, Vereinbarung vor dem Kinder- und Jugendhilfeträger) bis 31. Dezember 2021 auch dann gewährt werden, wenn kein entsprechender Exekutionsantrag bei Gericht eingebracht wird.

Am österreichischen Jugendportal finden junge Menschen geprüfte Informationen zur aktuellen Corona-Situation in Österreich. Es gibt laufend Updates über die aktuellen Maßnahmen und Regelungen.

Österreichisches Jugendportal: www.jugendportal.at

@jugendportal auf Instagram: www.instagram.com/jugendportal

Ja. Das BKA veröffentlicht zu den jeweiligen gesetzlichen Regelungen einen eigenen Leitfaden für die außerschulische Jugendarbeit und für betreute Feriencamps.

Je bedeutender digitale Medien im Alltag werden, umso mehr steigen auch die Anforderungen an die Medienkompetenz von Familien. Medienkompetenz befähigt Eltern, Kinder und Jugendliche dazu, Medien selbstbestimmt, verantwortungsbewusst, kritisch und kreativ zu nutzen. Folgende Angebote unterstützen sie dabei:

Initiative Digi4Family

Die Initiative Digi4Family hat zum Ziel, die Medien(erziehungs)kompetenz von Eltern zu stärken, altersgerechte und gute Medienangebote für Kinder und Jugendliche zu fördern und den kreativen und eigenverantwortlichen Umgang mit Medien sicherzustellen.

Digi4Family 

Saferinternet

Saferinternet.at unterstützt Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrende beim sicheren, kompetenten und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien.

Saferinternet.at

Bundesstelle für die Positivprädikatisierung von digitalen Spielen (BuPP)

Die Bundesstelle für die Positivprädikatisierung von digitalen Spielen (BuPP) bietet Informationen zu empfehlenswerten Spielen für PC, Konsolen und mobilen Geräten (Smartphones, Tablets), als Orientierungshilfe für Eltern und pädagogisch Tätigen bei der Auswahl. Hintergrundinformationen und Tipps sowie Serviceangebote zum Thema ergänzen das Leistungsspektrum der BuPP.

Bundesstelle für die Positivprädikatisierung von digitalen Spielen

Bei der Schülerfreifahrt im Gelegenheitsverkehr und bei der Benützung von Massenbeförderungsmitteln und in den dazugehörigen Stationen, Bahnsteigen, Haltestellen und Bahnhöfen sowie deren jeweiligen Verbindungsbauwerken ist in geschlossenen Räumen eine FFP2-Maske zu tragen.

Schulkinder ab dem vollendeten sechsten bis zum vollendeten 14. Lebensjahr können auch eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende und eng anliegende mechanische Schutzvorrichtung tragen.

Viele Schulbücher in der Sekundarstufe I und II sind als Kombiprodukt Print + Digital verfügbar. Insbesondere in den Lehrplangegenständen Deutsch, Englisch und Mathematik gibt es ein großes Angebot.

Digitale Schulbücher (E-Book und E-Book+), welche von den Lehrkräften über die Schulbuchaktion bezogen und von den Schülerinnen und Schülern über das Bereitstellungsportal Digi4School verwendet werden, unterstützen eine neue Form des Lernens. Sie können mit unterschiedlichsten Endgeräten wie PCs, Notebooks oder Tablets genutzt werden und sind jederzeit verfügbar.

Digi4School

Das persönliche digitale Bücherregal kann weiter durch Einlösen des Codes gestaltet werden. Der Zugangscode ist dem Schulbuch entweder beigelegt oder auf der Rückseite des Schulbuchs eingedruckt beziehungsweise aufgeklebt – siehe Muster Zugangscode (PNG, 86 KB).

Unter Digi4Family finden Sie eine Webinarreihe für Eltern mit Informationen rund um den Einsatz von digitalen Schulbüchern zum Lernen und Vertiefen daheim.

Digi4Family – Webinarreihe

Informationen zu den besonderen Herausforderungen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie hilfreiche Links finden Sie auf www.familieundberuf.at

Die Inhalte werden laufend erweitert und auch um Ideen und Best Practice, welche Herausforderungen wie bewältigt werden beziehungsweise wie die Zeit zuhause mit Kindern genutzt werden kann, ergänzt. Diese können gerne an die Adresse office@familieundberuf.at gesendet werden.

Weitere Informationen

Familienlastenausgleichsgesetz (FLAG)-Novelle – BGBl. I Nummer 28/2020

FLAG-Novelle – BGBl. I Nummer 28/2020: Verlängerung des Anspruchs auf Familienbeihilfe bei einer Berufsausbildung/eines Studiums infolge der COVID-19-Krise (Einführungs-Information, 29. Mai 2020) (PDF, 612 KB)

Empfehlungen des Bundeskanzleramts – Sektion Familie und Jugend

Empfehlungen des Bundeskanzleramts für Mediationen gemäß § 39c FLAG