Corona-Familienhärtefonds

Es ist uns ein Anliegen, Familien, die durch die Corona-Krise unverschuldet in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind, bestmöglich in dieser schweren Zeit zu unterstützen. Daher hat das Bundeskanzleramt 200 Millionen Euro für den Corona-Familienhärtefonds zur Verfügung gestellt.

Von 15. April 2020 bis 30. Juni 2021 konnte eine Unterstützung aus dem Corona-Familienhärtefonds beantragt werden.

Die Antragstellung ist seit 1. Juli 2021 nicht mehr möglich. Bei postalisch eingereichten Anträgen gilt das Datum des Poststempels.

Die freiwillige Vorlage der Einkommensteuerbescheide 2019 und 2020 für selbstständig Erwerbstätige mit WKÖ Nachweis ist noch bis zum 31. Oktober 2021 möglich.

Bitte nutzen Sie für die freiwillige Vorlage ausschließlich das Online-Formular.

Voraussetzungen für eine Zuwendung aus dem Corona-Familienhärtefonds:

  1. Grundvoraussetzung ist, dass die Familie ihren Hauptwohnsitz in Österreich hat und dass zum Stichtag 28. Februar 2020 oder spätestens zum Zeitpunkt der Antragstellung für mindestens ein im Familienverband lebendes Kind Familienbeihilfe bezogen wurde.
  2. Für unselbstständig Erwerbstätige:
    Mindestens ein im gemeinsamen Haushalt lebender Elternteil, der am 28. Februar 2020 beschäftigt war, hat aufgrund der Corona-Krise seinen Arbeitsplatz verloren oder wurde in Corona-Kurzarbeit gemeldet.
  3. Für selbstständig Erwerbstätige und Betreibende einer Land- und Forstwirtschaft:
    Mindestens ein im gemeinsamen Haushalt lebender Elternteil ist aufgrund der Corona-Krise in eine finanzielle Notsituation geraten und zählt zum förderfähigen Kreis natürlicher Personen aus dem Härtefallfonds.
  4. Das aktuelle Nettoeinkommen der Familie darf eine bestimmte Grenze gestaffelt nach Haushaltsgröße nicht überschreiten.

Nähere Details entnehmen Sie bitte den Richtlinien für die Corona(Covid-19)-Hilfe aus dem Familienhärteausgleich sowie dem Informationsblatt.

Dokumente

Kontakt

Familienservice
Telefon: 0800-240-262 (gebührenfrei von Montag bis Freitag zwischen 9 und 16 Uhr)

Fragen und Antworten: Corona-Familienhärtefonds

Senden Sie die freiwillige Vorlage der Einkommensteuerbescheide 2019 und 2020 für selbstständig Erwerbstätige (mit WKÖ Förderzusage) bitte erst ab, wenn Sie alle Unterlagen verfügbar haben.

Sonstige Dokumente (z.B. Saldenlisten, vorläufige Bescheide, Briefe,…) statt der angeführten erforderlichen Unterlagen können nicht berücksichtigt werden und führen zu einer Verzögerung der Bearbeitung.

Die freiwillige Vorlage der Einkommensteuerbescheide 2019 und 2020 ist noch bis zum 31. Oktober 2021 möglich.

Ja, bitte laden Sie auch Einkommensbelege für den zweiten Elternteil hoch, dessen Einkommen nicht infolge der Corona-Krise reduziert wurde.

Folgende Nachweise kommen dafür in Frage:

  • bei Arbeitslosigkeit/Kurzarbeit nach 28. Februar 2020: Einkommensbeleg per 28. Februar 2020 (= Lohn-/Gehaltszettel Februar) und Beleg der AMS-Leistung beziehungsweise Nachweis über die Kurzarbeit
  • bei Erwerbstätigkeit: Einkommensbeleg (= Lohn-/Gehaltszettel) von März 2020 oder aktueller beziehungsweise bei Selbstständigen Einkommensteuerbescheid 2017 oder aktueller beziehungsweise bei landwirtschaftlichen Betrieben und Privatzimmervermietungen der Einheitswertbescheid
  • bei Empfang erwerbsbedingter Transfers (Arbeitslosengeld, Notstandshilfe, Alterspension, Wochengeld bei Mutterschutz, Pflegekarenzgeld, Bildungskarenzgeld, Krankengeld): Beleg darüber von März 2020 oder aktueller

Da der tatsächliche Einkommensverlust bei selbstständig Erwerbstätigen zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht feststand, wurde bei Selbstständigen unter Vorlage der Zusage des Härtefallfonds der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) eine pauschalierte Berechnung angewandt.

Dieser Personenkreis hat nun die Möglichkeit, durch die freiwillige Vorlage der Einkommensteuerbescheide (EStB) aus den Jahren 2020 sowie 2019 eine etwaige Differenz zur vorerst gewährten Zuwendung aus dem Corona-Familienhärtefonds geltend zu machen. Die freiwillige ESt-Bescheid Vorlage erfolgt durch Ausfüllen eines separaten Online-Formulars unter Bekanntgabe der individuellen Vorgangsnummer und mittels Upload der Einkommensteuerbescheide 2019 und 2020 auf der Webseite des Bundeskanzleramts.

Die freiwillige Vorlage der Einkommensteuerbescheide 2019 und 2020 ist bis zum 31. Oktober 2021 möglich.

Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, wird eine Differenzzahlung für den Zeitraum der Einkommensreduktion aufgrund der Corona-Krise – höchstens jedoch für 3 Monate – gewährt.

Eine Differenzzahlung im Rahmen der freiwilligen Vorlage kann gewährt werden, wenn nachstehende Einkommensgrenzen nach Familiengröße nicht überschritten werden. Hierfür wird das Netto-Familieneinkommen (das durch die Corona-Krise verminderte Einkommen) herangezogen:

  • Haushalt mit einem Elternteil + 1 Kind: 1.600,00 Euro
  • Haushalt mit einem Elternteil + 2 Kinder: 2.000,00 Euro
  • Haushalt mit einem Elternteil + 3 und mehr Kinder: 2.800,00 Euro
  • Haushalt mit Elternpaar + 1 Kind: 2.400,00 Euro
  • Haushalt mit Elternpaar + 2 Kinder: 2.800,00 Euro
  • Haushalt mit Elternpaar + 3 oder mehr Kinder: 3.600,00 Euro

Ja. Wir werden Sie ehestmöglich benachrichtigen, welche Unterlagen für die Bearbeitung fehlen und Sie um Nachreichen dieser Unterlagen bitten.

Ja. Sollten die Voraussetzungen für eine Zuwendung aus dem Corona-Familienhärtefonds nicht erfüllt sein, werden wir Sie selbstverständlich ehestmöglich darüber benachrichtigen.

Ja. Wird ihr Antrag genehmigt, werden wir Sie selbstverständlich ehestmöglich über die Höhe der Zuwendung informieren.

Ja. Sobald Ihre Einkommensteuerbescheide geprüft wurden, werden wir Sie selbstverständlich ehestmöglich über das Ergebnis der Prüfung informieren.

Letzte Aktualisierung: 1. Juli 2021