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Gesellschaftsrecht

Was müssen Gesellschaften beachten?

Die Anerkennung von Gesellschaften in Österreich, die in der Rechtsform einer "Private Limited Company" nach britischem Recht im Vereinigten Königreich registriert sind, beruht auf der Niederlassungsfreiheit, die für das Vereinigte Königreich nach dem Brexit nicht mehr anwendbar sein wird. Im Falle eines "No-Deal"-Brexit müssten daher ab 30. März 2019 jene britischen Gesellschaften (mit beschränkter Haftung), die ihren Verwaltungssitz in Österreich haben, als Personengesellschaften mit persönlicher Haftung der Gesellschafterinnen und Gesellschafter betrachtet werden.

Britische Gesellschaften, die ihren Verwaltungssitz in Österreich haben, könnten ihren Betrieb in eine neu gegründete oder schon bestehende GmbH einbringen, wenn sie weiter als Kapitalgesellschaft eine persönliche Haftung der Gesellschafterinnen und Gesellschafter vermeiden wollen. Auch eine grenzüberschreitende Verschmelzung auf eine österreichische GmbH oder AG ist möglich.

Um den Zeitdruck auf die betroffenen Unternehmen abzufedern, sieht das Brexit-Begleitgesetz eine Übergangsfrist bis Ende 2020 vor, innerhalb derer in Österreich ansässige und daher hauptsächlich hier tätige britische "Limiteds" ihren Betrieb in eine österreichische Rechtsform einbringen oder eine sogenannte grenzüberschreitende Verschmelzung mit einer österreichischen Kapitalgesellschaft durchführen können.