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Europäische Kulturhauptstädte

Die Kulturhauptstädte Graz 2003 und Linz 2009 waren überaus erfolgreich und gaben wichtige Impulse für die Stadt- und Regionalentwicklung. Österreich ist im Jahr 2024 wieder an der Reihe und wird sich gemeinsam mit Tartu (Estland) und Bodø (Norwegen) den Titel teilen (zur Presseaussendung).

Bad Ischl ist Europäische Kulturhauptstadt 2024

Innerhalb der von Juni 2017 bis 31. Dezember 2018 laufenden Ausschreibungsfrist langten Bewerbungen von Bad Ischl, Dornbirn und St. Pölten ein. Bei der ersten Jurysitzung vom 29.-31. Jänner 2019 qualifizierten sich alle drei Städte für die zweite Bewerbungsrunde (zur Presseaussendung). Der anschließende Jurybericht gab den Bewerberstädten ein Feedback und Anregungen, wie sie ihre Konzepte vertiefen und verbessern können: Selection of the European Capital of Culture in 2024 in Austria: The Expert Panel’s report. Pre-Selection Stage. (nicht barrierefrei) (PDF 698 KB). Die finale Jurysitzung fand vom 10.-11. November 2019 in Wien statt, bei der sich die Jury für Bad Ischl entschieden hat. Der Jurybericht wird in wenigen Wochen hier veröffentlicht.

Die zwölfköpfige Jury bestand aus folgenden Expertinnen und Experten

  • Sylvia Amann, Österreich
  • Cristina Farinha, Portugal
  • Paulina Florjanowicz, Polen
  • Beatriz Garcia, Spanien
  • Dessislava Gavrilova, Bulgarien
  • Anja Hasenlechner, Österreich
  • Alin Nica, Rumänien
  • Dominik Nostitz-Rieneck, Österreich
  • Pierre Sauvageot, Frankreich
  • Jiří Suchánek, Tschechische Republik
  • Agnieska Wlazel, Polen
  • Suzana Žilič Fišer, Slowenien

Verfahrens- und Bewerbungsunterlagen:

Um die Bewerberstädte bei ihrer Vorbereitung zu unterstützen, hat das Bundeskanzleramt eine Reihe von Veranstaltungen angeboten. Der Auftakt war am 29. September 2016 mit der Veranstaltung "Kultur bringt's! Die Europäische Kulturhauptstadt als Chance für nachhaltige Stadtentwicklung". Anlässlich der Veröffentlichung der Ausschreibung fand die Konferenz "Mehr Kultur durch mehr Europa" am 9. Juni 2017 im Haus der Europäischen Union in Wien statt, in der sich unter anderem potenzielle Bewerberstädte präsentiert haben. Weiters wurden die Auswahlkriterien in einer Workshop-Reihe mit Impulsvorträgen und Tipps von Fachleuten aufgearbeitet.

Hintergrund

Im Jahr 1985 auf Initiative der griechischen Kulturministerin Melina Mercouri ins Leben gerufen, blicken die Kulturhauptstädte auf eine beispiellose Erfolgsgeschichte zurück. Der Titel wurde bisher an über 50 Städte quer durch Europa verliehen. Ziel ist es, die kulturelle Vielfalt aufzuzeigen, die Kulturszene der ausgewählten Städte ins Rampenlicht zu rücken und Impulse für deren langfristige Entwicklung auszulösen.

Ziele, Kriterien, Auswahlprozess und Reihenfolge der Länder sind im EU-Beschluss 445/2014/EU festgelegt.

Jährlich teilen sich 2 Städte aus den EU-Mitgliedstaaten den Titel. Alle 3 Jahre können sich auch EU-Beitrittskandidaten und EFTA/EWR-Länder bewerben. Die EU-Förderung aus dem Programm "Creative Europe" beträgt 1,5 Millionen Euro pro Stadt.

Das zweistufige Auswahlverfahren beginnt mit der Ausschreibung im jeweiligen Land 6 Jahre vor dem Veranstaltungsjahr. Die Auswahl trifft eine EU-Jury, unterstützt von 2 nationalen Expertinnen oder Experten.

Die 6 Auswahlkriterien sind:

  1. Langzeitstrategie
  2. Europäische Dimension
  3. Kulturprogramm
  4. Umsetzungsfähigkeit (Infrastruktur, Finanzierung und dergleichen)
  5. Einbindung und Partizipation von Bürgerinnen und Bürgern
  6. Management

Liste der Europäischen Kulturhauptstädte

2019

2020

2021

2022

2023

2024

Links

Kontakt

Bundeskanzleramt
Abteilung II/10 – Europäische und internationale Kulturpolitik
Mag. Kathrin Kneissel
Telefon: + 43 1 531 15-20 36 90
E-Mail: kathrin.kneissel@bka.gv.at