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Das Museum im kolonialen Kontext

Österreichische Bundesmuseen und Erwerbungen im 19. und 20. Jahrhundert
17. Oktober 2019, Weltmuseum Wien
Workshop in Kooperation mit ICOM Österreich und Weltmuseum Wien

Flyer zum Workshop

Die Auseinandersetzung mit Fragen zu kolonialen Erwerbskontexten sowie mit konkreten Rückgabeforderungen gegenüber europäischen Museen und Sammlungen wurde in der jüngsten Vergangenheit insbesondere durch Initiativen von Frankreich oder Deutschland, aber auch anderer Staaten mit einer spezifischen kolonialen Vergangenheit massiv lanciert.

Um an diesem Diskurs teilnehmen zu können, ist es notwendig, die wesentlichen Stimmen innerhalb der österreichischen kulturellen Landschaft zu Wort kommen zu lassen. Dabei sollen die insbesondere die Bundesmuseen betreffenden Forschungsfragen sowie eine Diskussion des aktuellen Forschungsstandes im Vordergrund stehen, um so etwaige Desiderata und nächste Schritte für die Zukunft benennen zu können.

In Kooperation mit ICOM Österreich und dem Weltmuseum Wien hat das Bundeskanzleramt die Veranstaltungsreihe "Das Museum im kolonialen Kontext" ins Leben gerufen. Unter der Führung des Bundeskanzleramtes wird die erste Veranstaltung am 17. Oktober 2019 zum Thema "Österreichische Bundesmuseen und Erwerbungen im 19. und 20. Jahrhundert" im Weltmuseum Wien abgehalten werden.

Ausgehend von einem Auftaktvortrag von Prof. Walter Sauer, Universität Wien, kommen Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Disziplinen und österreichischer Institutionen mit Ausführungen zur Erwerbssituation im 19. sowie auch im 20. Jahrhundert zu Wort. So finden sich kolonial-imperiale Kontexte hinsichtlich ethnografischer, naturkundlicher, antiker oder anthropologischer Erwerbungen aus Südamerika, Afrika und Asien bis hin zum australischen Kontinent. Einführend werden grundlegende Fragestellungen sozialhistorischer wie völkerrechtlicher Natur verhandelt, während exemplarische Darlegungen zu konkreten "Verdachtsfällen" und auch Restitutionsforderungen den Workshop beschließen werden.

Im Anschluss an den Workshop wird in der Säulenhalle des Weltmuseum Wien unter Kuratel von Vizekanzler Clemens Jabloner eine Abendveranstaltung mit einer Keynote von Prof. Barbara Plankensteiner (MaRKK, Museum am Rothenbaum. Kulturen und Künste der Welt, Hamburg) stattfinden. Durch den Abend führt Prof. Khadija Zinnenburg-Carroll (Universität Birmingham).

ICOM Österreich setzt die Diskussion dann am 6. Dezember 2019 mit Fokus auf internationale Beiträge zum Thema "Unsere Verantwortung für Objekte mit belasteter Geschichte" fort – weitere Details dazu folgen.

Programm zum Workshop am 17. Oktober 2019 (PDF, 677 KB)

Um Anmeldung unter ii4@bka.gv.at für den Workshop beziehungsweise für die Abendveranstaltung wird gebeten.