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Nächster Meilenstein auf dem Weg zu einer hochqualitativen Baukultur in Österreich 

Der Dritte Österreichische Baukulturreport ist erschienen

Nach den Baukulturellen Leitlinien, die im August 2017 einstimmig vom Ministerrat beschlossen wurden, liegt nun nach den ersten beiden Reports aus den Jahren 2006 und 2011 der Dritte Österreichische Baukulturreport vor. Der Report ist ein wichtiger Input für die breite Diskussion rund um die Baukulturpolitik in Österreich. Er ist Ergebnis eines umfassenden Beteiligungsprozesses, an dem Expertinnen und Experten aus verschiedensten Fachbereichen sowie Vertreter und Vertreterinnen von Bund, Ländern und Kommunen teilgenommen haben.

"Mir ist es ein Anliegen, den Stellenwert, den Österreichs Baukultur auch weit über die nationalen Grenzen hinaus genießt, weiter zu verfestigen", so Bundesminister für EU, Kunst, Kultur und Medien Gernot Blümel. "Der Baukulturreport ist als relevanter Impulsgeber für eine engagierte Diskussion um eine zeitgenössische Baukulturpolitik konzipiert, die die Verantwortungsträgerinnen und Verantwortungsträger auf allen Ebenen unseres Landes miteinschließt und dazu beiträgt, die kulturellen, sozialen, ökonomischen und ökologischen Interessen Österreichs nachhaltig zu sichern. Der Dritte Baukulturreport ist daher ein weiterer wichtiger Schritt in der Umsetzung der Baukulturellen Leitlinien des Bundes, wie sie auch im Regierungsprogramm 2017-2022 festgeschrieben sind."

Aufbauend auf den Empfehlungen der Baukulturreporte I (2006) und II (2011) evaluiert der aktuelle Baukulturreport nicht nur die Situation der gegenwärtigen österreichischen Baukulturpolitik, sondern skizziert drei Szenarien zukünftiger, möglicher Entwicklungen in den gesellschaftsrelevanten Handlungsfeldern Landschaft als Ressource, Stadt und Region, Wohnbau und öffentlicher Sektor.
Aus den Szenarien mit dem Zeithorizont 2050 wurden zehn Chancen und Risiken für das Gelingen von Baukultur in Österreich identifiziert und fünf strategische Leitgedanken für politisches Handeln abgeleitet:

  • Bewusstsein für Baukultur entwickeln und geeignete Strukturen fördern
  • Gemeinwohl stärken
  • Ganzheitlich, langfristig und innovativ planen
  • Flächen und andere Ressourcen mit Bedacht nutzen
  • Öffentliche Mittel an Qualitätskriterien knüpfen

Baukultur wirkt in fast alle Lebensbereiche hinein und bestimmt die Qualität unserer gebauten Umwelt, seien es Gebäude, Straßen und Plätze, Verkehrs- und Infrastrukturbauten, Gewerbeparks und Dorfzentren oder Landschaftsräume. Der vorliegende Report greift aktuelle Entwicklungen auf, denkt sie durchaus zugespitzt weiter und trägt zur Bewusstseinsbildung bei. Als Baustein einer Strategie zur Stärkung von Architektur und Baukultur ist der Baukulturreport auch Ausdruck aktueller Entwicklungen auf europäischer und internationaler Ebene. Zuletzt haben sich im Jänner dieses Jahres Kulturminister und Verantwortliche europäischer Länder auf die Davos Declaration geeinigt, welche die gemeinsame europäische Verantwortung von Politik und Gesellschaft für die gebaute Umwelt betont und ein Bekenntnis zur hochqualitativen Baukultur in Europa formuliert. 

Nächste Schritte

Von 13. bis 15. September findet im Rahmen des österreichischen EU-Ratsvorsitzes eine internationale Konferenz zu Architekturpolitik an der Technischen Universität Wien statt. Im Herbst folgt eine breite Diskussion in den Architekturhäusern und Landesregierungen der Bundesländer, die dem Bekenntnis der Bundesregierung zu einer verstärkten partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern entspricht. Parallel dazu laufen das Impulsprogramm und das Baukultur-Monitoring der Baukulturellen Leitlinien, in denen sich der Bund zu seiner Vorreiterrolle bei seiner eigenen Immobilienentwicklung und bei den Rahmenbedingungen für österreichische Baukultur bekennt. Der Beirat für Baukultur unter dem Vorsitz von Christian Kühn begleitet das Monitoring, das die Aufgabe hat, die Fortschritte zu beobachten und Erfolgsbeispiele zu vermitteln. 

Informationen:

Der Baukulturreport ist elektronisch abrufbar.
Für Bestellungen der Printversion wenden Sie sich bitte an: 
Dr. Elsa Brunner: elsa.brunner@bka.gv.at, Tel: +43 1 531 15 20 3671

Rückfragehinweis:
Anna Edlinger
Presse Bundesminister Gernot Blümel
Tel.: +43 664 8811 69 48 
E-Mail: anna.edlinger@bka.gv.at

Mag. Susanne Haider
art:phalanx, Kultur & Urbanität
Tel.: +43 1 524 98 03 – 11
E-Mail: presse@artphalanx.at