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Kulturminister Blümel: Herzliche Gratulation an Yona Friedman zum Kiesler-Preis

Französischer Architekt erhält "Friedrich Kiesler-Preis für Architektur und Kunst 2018"

Wie die "Österreichische Friedrich und Lillian Kiesler Privatstiftung" am Freitag bekanntgab, hat die internationale Jury entschieden, den "Friedrich Kiesler Preis für Kunst und Architektur 2018" an den französischen Architekten Yona Friedman zu verleihen.

Kulturminister Gernot Blümel gratuliert: "Ich freue mich, dass der diesjährige Kiesler-Preisträger in geradezu idealer Weise mit dem visionären Werk des Namensgebers korrespondiert. Yona Friedman ist nicht nur ein innovativer Architekt mit seinen Raumstadtkonzepten, er war seiner Zeit weit voraus. Nicht nur für Stadtplaner und Architekten ist seine Arbeit ein enorm wichtiger Ansatzpunkt, auch die zeitgenössische Kunst entdeckt ihn und seine künstlerisch-poetische Qualität für sich neu." Der Kiesler-Preis wird alle zwei Jahre abwechselnd von der Republik Österreich und der Stadt Wien vergeben. Er ist mit 55.000 Euro Preisgeld datiert und kürt "herausragende Leistungen im Bereich der Architektur und der Künste, die den experimentellen und innovativen Auffassungen Friedrich Kieslers" entsprechen. Friedmans städteplanerischen Überlegungen, die er erstmals 1958 als Manifest "L‘Architecture Mobile" veröffentlichte, waren damals visionär – und sind es bis heute. Besonders seine Ideen, die Architektur als dynamisches, veränderliches Konstrukt zu begreifen, werden seit mittlerweile 60 Jahren vielfach rezipiert. "Yona Friedmans Relevanz für die Gegenwart ist beeindruckend und durch seinen biografischen Hintergrund als Vertriebener entwickelte er ein Sensorium für die existentiellen Erfahrungen einer Gesellschaft, was seine Arbeit auch als politische qualifiziert", so der Kulturminister abschließend.

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