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Bundesregierung: Verbot von Plastiksackerln und Mikroplastik bis 2020

"Handeln ist möglich – Österreich ist Vorreiter bei Umweltschutz"

"Die Bundesregierung ist Vorreiter bei der Reduktion von Plastikverpackungen. Wir wollen ein komplettes Verbot von Plastiksackerln und Mikroplastik bis 2020 und eine deutliche Reduktion von Plastikverpackungen", erklärte Bundeskanzler Sebastian Kurz beim Pressefoyer nach dem Ministerrat. Jährlich sollen dadurch rund 7 000 Tonnen Wegwerfplastik vermieden werden. "Wir dürfen in Sachen Umwelt- und Klimaschutz nicht nur reden, sondern müssen auch handeln – und Handeln ist möglich."

Vizekanzler Heinz Christian Strache gab seiner Freude darüber Ausdruck, dass die Bundesregierung nun in Sachen Plastikreduktion schneller agiere als die EU-Richtlinien greifen, die diese erst bis zum Jahr 2025 vorsehen. Der Vizekanzler sprach zuvor von einer "sinnlosen Umweltverschmutzung" und verwies auf die allein rund 40 000 Kilogramm Plastik, die jährlich in der Donau landen.

Umwelt- und Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger konkretisierte weiter: "Wir haben die 2015 in der Europäischen Union vereinbarte Plastikreduktion bereits 2017 erreicht und werden bis 2020 als 3. Land in Europa – nach Frankreich und Italien – Einwegplastik vollkommen verbieten." Köstinger erklärte, dass man bereits in den letzten Jahren große Fortschritte bei Vereinbarungen mit dem Handel erzielt habe. "Bei vielen Lebensmittelketten werden schon jetzt gute Alternativen angeboten. Wir brauchen Einweg-Plastiksackerl einfach nicht mehr. Das Verbot wird hier einen klaren Schlussstrich setzen", so die Umweltministerin. "Wir wollen auch ein Verbot der sinnlosen Beimengung von Mikroplastik in Kosmetika oder Reinigungsmittel erzielen. Ebenso möchten wir grundsätzlich Kunststoffverpackungen bis zum Jahr 2025 um 25 Prozent reduzieren. Das entspricht der Menge von rund 60 000 Tonnen Plastik."