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Bundesministerin Bogner-Strauß: Vermehrt Anfragen zu Konflikten mit Staatsverweigerern

Bundesstelle für Sektenfragen legt Tätigkeitsbericht vor – 3 784 fachspezifische Kontakte im Jahr 2017

"Die Bundesstelle für Sektenfragen hat im vergangenen Jahr 1 360 Personen in besonders heiklen und schwierigen Fragen beraten und unterstützt. Es wurden verstärkt Fragen zu Staatsverweigerern behandelt. Die Konflikte mit den Staatsverweigerern erreichten im vergangenen Jahr ihren Höhepunkt", erklärt Bundesministerin Juliane Bogner-Strauß, die dem Ministerrat heute den Tätigkeitsbericht der Bundesstelle für Sektenfragen für das Jahr 2017 vorgelegt hat.

Die Servicestelle beschäftigt sich gemäß ihrem gesetzlichen Auftrag mit verschiedenen Thematiken – von Esoterikfragen über Verschwörungstheorien bis hin zu fundamentalistischen Strömungen. Sie steht Privatpersonen ebenso wie Institutionen, Schülerinnen und Schülern, Studierenden, Lehrenden, Journalistinnen und Journalisten oder staatlichen Einrichtungen zur Verfügung. Zu den Aufgaben der Bundesstelle gehören unter anderem die Dokumentation von Gefährdungen, die von Sekten oder sektenähnlichen Organisationen ausgehen können und die Vernetzung von Schulbehörden, Kinder- und Jugendschutzeinrichtungen und Expertinnen und Experten.

"Wir müssen unsere Kinder und Jugendlichen vor Sekten und fundamentalistischen Strömungen schützen. Die Bundesstelle leistet hier einen wertvollen Beitrag", so die Jugendministerin. Aus dem Tätigkeitsbericht geht hervor, dass im Jahr 2017 insgesamt 3 784 fachspezifische Kontakte – dazu zählen Information und Beratung – mit 1 360 Personen erfolgten. Bei 402 Fällen war eine umfassendere Beratung oder Begleitung notwendig. Thematisiert wurden dabei 247 verschiedene Gemeinschaften, Organisationen, Bewegungen und Einzelanbieterinnen und Einzelanbieter. Seit dem Beginn ihrer Tätigkeit im Jahr 1998 dokumentierte die Bundesstelle für Sektenfragen Anfragen zu mehr als 2 500 unterschiedlichen Gemeinschaften und Personen. Im Vergleich zum Jahr 2016 ist bei allen Zahlen eine Steigerung zu vermerken.

Die Bundesstelle für Sektenfragen steht auch für Medienanfragen zur Verfügung. Viele Medienanfragen bezogen sich auf einzelne Gemeinschaften oder Bewegungen, spezifische Angebote der Esoterikszene oder bestimmte Heilungsangebote. Auch zu den Bereichen "Staatsverweigerer" und "alternative Schul- und Lernangebote" wurden vermehrt Informationen eingeholt.

Rückfragehinweis:
Büro der Bundesministerin
Telefon: +43 1 53 115-633 423
E-Mail: ursula.schimpl@bka.gv.at