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Bundesministerin Juliane Bogner-Strauß: "Opfer und ihre Rechte in den Mittelpunkt rücken"

Jubiläumskonferenz der Opferschutzeinrichtung LEFÖ-IFB – "verlässliche und vertrauenswürdige Anlaufstelle"

"Als Frauenministerin bin ich stolz darauf, ein echtes Vorzeigeprojekt unterstützen zu können, das im Laufe der Jahre hunderten Frauen geholfen hat, extreme Situationen von Not und Ausbeutung zu überwinden", betonte Bundesministerin Juliane Bogner-Strauß anlässlich der Eröffnung der Konferenz "Frauenhandel von 1998-2018: Alles beim Alten?" zum 20-jährigen Bestehen der Interventionsstelle für Betroffene des Frauenhandels LEFÖ-IBF. Der umfassende Schutz der Opfer sei eine der wichtigsten Voraussetzungen, um Täter strafrechtlich und hoffentlich vermehrt auch zivilrechtlich zur Verantwortung ziehen zu können.

Die Frauenministerin verwies auf die Problematik, wonach es zwischen den EU-Mitgliedstaaten Unterschiede bei den strafrechtlichen Normen zur Verfolgung der Täter und den zivilrechtlichen Ansätzen, um Entschädigungen für die Opfer geltend zu machen, gebe. "Auf der sachlichen Ebene besteht jedoch Einigkeit im Hinblick auf die Notwendigkeit, verstärkt die Opfer und ihre Rechte in den Mittelpunkt zu rücken. Daher ist es mir besonders wichtig, dass die Interventionsstelle weiterhin als verlässliche und vertrauenswürdige Anlaufstelle für Opfer fungiert", so Bogner-Strauß. Österreich nehme eine führende Rolle in Europa ein, wenn es um Schutz und Hilfestellungen für Opfer geht. "Ich gratuliere herzlich zum Jubiläum und vertraue auf die Fortsetzung der guten Kooperation", sagte die Bundesministerin abschließend.

Seit dem Jahr 1998 werden in Österreich Frauen und Mädchen, die Opfer von Menschenhandel geworden sind, durch die Opferschutzeinrichtung LEFÖ - Interventionsstelle für Betroffene des Frauenhandels (IBF) betreut. LEFÖ-IBF wird durch das Bundeskanzleramt – Sektion für Frauenangelegenheiten und Gleichstellung und das Bundesministerium für Inneres unterstützt. Ziel ist es, die Handlungsfähigkeit der betroffenen Frauen und Mädchen zu stärken, ihre unveräußerlichen Rechte als Personen, ihre Menschenrechte, durchzusetzen. Seit 1998 wurden über 2 600 Frauen und Mädchen beraten, begleitet und unterstützt.

Bilder sind über das Fotoservice des Bundeskanzleramtes kostenfrei abrufbar.