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Bundesministerin Bogner-Strauß: "Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit ist wichtiges Ziel der Frauenpolitik"

Frauenministerin präsentiert Arbeitsschwerpunkte – Veranstaltung des Verbands der Akademikerinnen Österreichs und des UN Women Nationalkomitees

Frauenministerin Juliane Bogner-Strauß sprach bei einer gemeinsamen Veranstaltung des Verbands der Akademikerinnen Österreichs (VAÖ) und des UN Women Nationalkomitees in Wien über ihre Ziele und Anliegen in der Frauenpolitik. Eingangs hob sie die Bedeutung von Frauennetzwerken hervor, da diese einen vielfältigen Erfahrungsaustausch und den Aufbau interdisziplinärer Beziehungen ermöglichen würden. Engagierte Frauen könnten durch die bessere Vernetzung mehr sozialen Rückhalt erfahren und in ihrem Karriereweg ermutigt werden, so die Ministerin für Frauen, Familien und Jugend. Der VAÖ umfasst Mitglieder aus allen Bereichen der Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung, Medien und Politik und bietet auch internationale Vernetzungsmöglichkeiten. Das UN Women Nationalkomitee Österreich unterstützte die Arbeit des UN-Entwicklungsfonds für Frauen und seit dem Jahr 2010 die Projekte von UN Women.

Als eines ihrer zentralen Anliegen nannte Juliane Bogner-Strauß die Verringerung des Gender Pay Gap, also der immer noch bestehenden geschlechtsspezifischen Lohnunterschiede in Österreich: "Unser Ziel ist ganz klar – gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit. Daher werden bis Ende 2018 alle bestehenden Einkommensberichte evaluiert und zusammengeführt, um mehr Transparenz zu erreichen." Zur Förderung eines höheren Anteils von Frauen in Führungspositionen brauche es die notwendige Bewusstseinsbildung und verbesserte Rahmenbedingungen. "Damit Frauen auch wirklich die Wahlfreiheit bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie haben, muss der Ausbau der Kinderbetreuungsplätze forciert werden, und zwar bedarfsorientiert und flächendeckend", so die Ministerin. Dabei seien sowohl qualitative als auch quantitative Kriterien zu beachten.

Ganz oben auf ihrer Agenda stünde auch das Thema Gewaltprävention: "Bis zum Jahr 2022 sollen 100 Plätze an Betreuungsangeboten für Gewaltopfer zusätzlich geschaffen werden", so Bogner-Strauß über konkrete Vorhaben. Abschließend ging die Ministerin darauf ein, dass besonders Frauen häufig von Altersarmut betroffen sind: "Altersarmut muss entschieden entgegengetreten werden. Dass vorwiegend Frauen davon betroffen sind, hat vielfältige Gründe, wie beispielsweise lange Karenzzeiten oder längere Phasen von Teilzeitarbeit. Daher müssen wir mehr Bewusstsein dafür schaffen, wie sich das auf die Pensionshöhe auswirkt, wenn auf einen Teil des Erwerbseinkommens verzichtet wird. Hier braucht es mehr Aufklärungsarbeit, auch über die Möglichkeit des freiwilligen Pensionssplittings".

Bilder von diesem Termin sind über das Fotoservice des Bundeskanzleramtes kostenfrei abrufbar.